• roswithazatlokal

22.01.2021


Liebes Tagebuch,

Frauli sagt, ich werde immer dicker. Und ich soll gefälligst nicht immer Nannis Portion auch noch fressen. Oder ihre Reste.


Sie sagt, nur weil Nanni später als ich frühstückt oder nicht gleich alles auf einmal gierig verputzt (so wie ich), heißt das noch lange nicht, dass ich mich da einfach bedienen darf.


Pfff, so eine Frechheit! Jetzt wird mir sogar schon vorgeworfen, dass ich nix vergammeln lasse. Wenn man das nicht beizeiten isst, verdirbt es und sie muss es in den Mistkübel schmeißen. Ob es das ist, was sie will?


Die Menschen sind so verschwenderisch! Anstatt sich mich als Vorbild zu nehmen, wird an mir herumgemeckert. Und überhaupt, was heißt ich werde immer dicker? Ich bin doch nicht dick! Immer diese Anspielungen auf meine Figur. Ich kann das schon gar nimmer hören.


Letztens war eine Kultursendung im Fernsehen – Frauli war nicht daheim, sonst hätten wir sicherlich eine ihrer Komödien geguckt – und da haben sie die Werke eines gewissen Herrn Rubens gezeigt. Mah, so schöne Bilder! Da waren alle ein bisserl überwuzelt. Nix mit Schlankheitswahn und so.


Frauli meint, wenn ich mich nur eine Kleinigkeit mehr bewegen würde, wäre meine Vielfresserei ja wahrscheinlich gar kein Problem. Was stellt die Frau sich denn bitte vor? Soll ich so wie sie mit dem Philipp turnen? Pfff, so weit kommt`s noch!


Obwohl, sie macht ja auch mit mir Yoga. Da kann ich genau so gut mit ihr und Philipp turnen. Hm, …

Aber selbst, wenn ich mit ihr turne, das Essen lasse ich mir sicherlich nicht verbieten. Ich schreibe ihr ja auch nicht vor, was sie essen soll!

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